Strom Anbieter

Strom Anbieter Köln – Zukunft seit 140 Jahren

Bauen an der Zukunft – die rhenag hat vor langer Zeit damit begonnen. Und verfolgt diese Aufgabe seither. Dienstleistungen im Bereich Energie- und Stromversorgung für Kommunen und die Menschen in der Region stehen dabei an erster Stelle. Erst recht im Zeichen von Klimaschutz und Energiewende.
1880
Der Kölner Dom – eine Weltberühmtheit, aber fertig wird sie nie:
Nach 634 Jahren Bauzeit (und langer Unterbrechung) wird das Bauwerk mit dem Aufsetzen der Kreuzblume auf den 157 Meter hohen Südturm für vollendet erklärt. Zum Ende des Jahrhunderts schleift Köln seinen Festungsring. Die Stadt wächst rasch. Unter anderem für Mülheim, Kalk und Deutz sowie für Bonn und Bad Godesberg managt die rhenag die Wasserversorgung.
GAS
Wasser, Kohle, Erdgas: Die Industrialisierung ließ die Städte wachsen, Hygieneprobleme waren die Folge. Die zentrale Wasserversorgung machte Typhus- und Cholera-Epidemien ein Ende. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden in vielen Städten Gaswerke, die privilegierte Haushalte und Fabriken, vor allem aber Straßen und Plätze mit Gaslicht versorgten. „Stadtgas“ oder „Leuchtgas“ wurde durch die Vergasung von Kohle gewonnen. Zum Kochen, Heizen und zur Warmwasserbereitung wurde es erst später verwendet. Ende der 1920er-Jahre entstanden Ferngasgesellschaften, die das Stadtgas aus den großen Kokereien der industriellen Zentren über große Entfernungen hinweg transportierten. 1959 wurden in den Niederlanden, später in der Nordsee große Erdgas-Lagerstätten entdeckt. Erdgas aus Nordafrika und Sibirien folgte. In den 1970er-und 1980er-Jahren wurde überall auf das ungiftige Erdgas mit dem einen höheren Heizwert umgestellt. Es entwickelte sich bald zur beliebtesten Heizenergie.
STROM
Gas und Strom – bis in die 1950er-Jahre bestimmten mit Gas betriebene Laternen das Bild der Städte, ehe die Elektrizität dominierte. Erst 1884 entstand für die Stromversorgung in Berlin das erste öffentliche Elektrizitätswerk. Mitte der 1950er-Jahre verbraucht ein Haushalt im Schnitt bis 500 Kilowattstunden jährlich, 1967 sind es mehr als 2 000 kWh und heute 3 500 bis 4 000 kWh. Wie das Stadtgas wurde Strom früher meist aus Kohle gewonnen. Heute noch halten Steinkohle und Braunkohle einen Anteil von weit über 40 Prozent, bald werden die Erneuerbaren – Sonne, Wind, Wasser – größere Anteile der Stromversorgung erobern.
1863
Gas für Porz, Moers und Siegburg.
Ein Jahrzehnt älter als die rhenag selbst: 1862 gebaut, nahm das Siegburger Gaswerk zum 1. Januar 1863 seinen Betrieb auf. Also vor 150 Jahren; erst 76 Jahre später, als das Gaswerk der Erneuerung bedurfte, kam die rhenag mit ihrem Ferngas für Siegburg zum Zuge. Das erste Gas lieferte die rhenag in Moers an Stadt und Private im Jahr 1873, zunächst hinzugekauft, von 1878 an in einem eigens dafür errichteten Gaswerk. Beginnend 1901/02 mit den Gaswerken in Vingst und Porz, nimmt die öffentliche Gasversorgung an Rhein und Ruhr einen steilen Aufstieg.

1872
Wasser für Köln – Theodor Deichmann, Wilhelm Jentges, Franz-Wilhelm Koenigs (von links) und drei weitere Kölner Bankiers (Jacob Löb Eltzbacher, Franz Leiden und Theodor Movius) gründen am 18. Juni 1872 in Köln mit 2,5 Millionen Talern Grundkapital und dem Segen von Kaiser Wilhelm, König von Preußen, die „Rheinische Wasserwerksgesellschaft“, den Vorläufer der rhenag. Die Versorgung der schnell wachsenden Städte mit Wasser (und bald auch mit Gas) war ein wichtiges hygienisches Bedürfnis, gleichzeitig auch ein wirtschaftliches Interesse. Seit 1930 heißt die Gesellschaft „Rheinische Energie Aktiengesellschaft“. Seit dem 18. Juni 1932 gehört „rhenag“ zum Namen.
1936
Über Grenzen hinweg: Die rhenag versorgt weite Gebiete am Mittelrhein, an der Mosel und im Rheinisch-Bergischen mit Gas und Wasser. 1940 und 1942 folgen Mülheim an der Ruhr und Kettwig. Schon 1936 ist Siegburg die erste Stadt, die ihre Gas-, Wasser- und Stromversorgung komplett in die Hände der rhenag legt. In den 1950er-Jahren schließt die rhenag 50 Kommunen ans Gasnetz an und treibt seit Ende der 1960er-Jahre den Ausbau einer leistungsfähigen Erdgasversorgung voran. Es sind Boomjahre für „Heizgas“, aber auch bei der Industrieabgabe: Die jährlichen Zuwachsraten betragen 10 bis 20 Prozent, bis 1973 stellt die rhenag komplett auf Erdgas um.
2011
Produkte und Dienstleistungen: Die rhenag liefert Gas, Strom, Wasser sowie moderne Energiedienstleistungen für etwa 130 000 Kunden – Haushalte, Gewerbe, Industrie und öffentliche Einrichtungen – an Rhein und Sieg, in Bonn und im nördlichen Rheinland-Pfalz. Schon Prof. Fritz Burgbacher, rhenag-Vorstand von 1929 bis 1970, erkennt die hohe Bedeutung der kommunalen und regionalen Zusammenarbeit. Die rhenag kooperiert heute mit rund 200 Kommunen, Stadtwerken und Unternehmen der Energiebranche und bietet vielseitige Dienstleistungen und Energielösungen.
Zukunft
Brücken bauen – spätestens seit den 1990er-Jahren spielt Erdgas eine immer wichtigere Rolle beim Umwelt- und Klimaschutz. Sei es beim Fahren mit Erdgas, sei es bei der Kombination mit erneuerbaren Energien. Erst recht heute, im Zeichen der Energiewende: Erdgas-Kraftwerke können Atomkraftwerke ersetzen, zumindest vorübergehend. Innovative Technologien ermöglichen es Strom und Wärme gleichzeitig, auch dezentral, zu erzeugen. Das Erdgasnetz könnte eine noch wichtigere Aufgabe übernehmen: als Pufferspeicher für Strom und als Rückgrat einer Wasserstoffwirtschaft in der erneuerbare Energieträger und intelligente dezentrale Lösungen eine Hauptrolle spielen. Die Zukunft wird spannend …