Strom sparen mit GASPAR

„Standby“ überlisten und Stromverbrauch senken

Einer der größten Stromschlucker lauert still und leise in unseren Haushalten. Die „Standby“-Funktion der meisten Haushaltsgeräte kostet Strom und damit bares Geld. Wer seinen Stromverbrauch reduzieren will, der sollte dem Dauerverbraucher (Amtsdeutsch: „Schein-aus-Modus“) den Kampf ansagen.

Ein durchschnittlicher 3-Personen-Haushalt zahlt jährlich etwa 100 Euro Stromkosten nur wegen des Standby-Modus. Auf das gesamte Land bezogen verursachen diese „Leerlaufverluste“ in Haushalten und Büros jährlich Kosten von über vier Milliarden Euro – und lasten damit rechnerisch zwei mittelgroße Atomkraftwerke vollständig aus.

Stereoanlage abschalten und bares Geld sparen

Den größten Stromverbrauch im Standby-Modus verursacht die Stereoanlage. Mit einem Standby-Verbbrauch von 35 Euro im Jahr toppt sie sogar Fernseher und Computer. Selbst Mini-HIFI-Anlagen verursachen Kosten von 25 Euro jährlich, weshalb es sich immer rechnet, bei Nichtgebrauch einfach den Stecker zu ziehen.

Früher galten Fernseher zurecht als teures „Bereitschaftsmodus-Vergnügen“, denn sie waren so konzipiert, dass sie permanent auf das Signal der Fernbedienung warteten. Zum Glück haben die Hersteller hier inzwischen nachgebessert und dafür gesorgt, dass das Standby im Jahr nur etwa einen Euro kostet. Trotzdem ist Vorsicht geboten: DVB-T-Receiver oder -Rekorder verbrauchen viel Strom – pro Jahr ebenso viel wie alte Fernseher.

Die stillen Stromfresser

Wer die Standby-Übeltäter für hohen Stromverbrauch identifizieren will, der sollte auch den Weg ins Schlaf- und Kinderzimmer gehen, denn der Stromverbrauch im Haushalt wird zuweilen auch von Geräten hervorgerufen, an die man nicht unbedingt sofort denkt. So verstecken sich überraschend hohe Kosten hinter klassischen Radioweckern, Spielekonsolen und Internet-Radios (sie halten 24 Stunden am Tag eine Internetverbindung). Wer hier den Stecker zieht, der reduziert seinen Stromverbrauch merklich.

Auch der Warmwasser-Boiler in Küche oder Bad steht ständig unter Strom, denn er hält das Wasser konstant auf einer bestimmten Temperatur – auch nachts. Hier empfiehlt es sich, das Gerät bei längerer Nicht-Nutzung einfach auszuschalten und somit unnötige Kosten zu vermeiden. So kann man im Jahr durchschnittlich 30 Euro einsparen.

Der tückische Dauerbetrieb

Am schwierigsten sind die wirklich versteckten Stromfresser zu identifizieren, denn man geht nicht davon aus, dass diese Geräte überhaupt einen Standby-Modus haben. Bestes Beispiel hierfür ist die Waschmaschine, die heimlich, still und leise darauf wartet, dass man den Schalter von „Aus“ auf eins der Waschprogramme dreht. Auch Smartphone-Ladegeräte saugen ständig Strom, wenn sie in einer Steckdose stecken. Je nach Typ macht das im Jahr bis zu 50 Euro aus. Auch Klingeln und Gegensprechanlagen stehen permanent unter Strom. Jährlich verbrauchen sie deutschlandweit die Leistung eines kleinen Kraftwerks.

Was tun gegen die Kostenfallen?

Für PCs und Fernseher empfiehlt sich eine Master-Slave-Steckdose, weil diese keinen Eigenverbrauch besitzt. Bei vielen Haushaltsgeräten und bei der Waschmaschine sollte der Stecker gezogen werden, um unerwünschten Stromverbrauch zu vermeiden. Eine Zeitschaltuhr für den WLAN-Router vermeidet überflüssige Daueraktivität vor allem während der Nachtstunden. Bevor man in Urlaub fährt empfiehlt es sich, die Stromsicherungen abzuschalten, um wirklich sicher zu gehen, dass kein versteckter Stromfresser für hohe Kosten sorgt. Beim Neukauf von Geräten sollte nicht nur nach der Energieeffizienz geschaut werden, sondern auch auf den Stromverbrauch im Standby. Ihre Geldbörse wird es Ihnen danken.